Freunde des TIZ e. V.

 

Kino im TIZ - 7. Februar 2018 19 Uhr

Der Tod in Venedig


Der Komponist Gustav von Aschenbach verbringt seinen Urlaub in einem Luxushotel in Venedig. Dort begegnet er dem polnischen Knaben Tadzio, einem Kind von rätselhafter Schönheit, dem er bald vollständig verfällt. Aschenbach beobachtet und verfolgt Tadzio, doch es kommt nie zu einem Gespräch zwischen den beiden. Der Komponist zerbricht an dieser Liebe.
Dass der Film ein großes Gemälde ist oder an große Gemälde erinnert, dass er weiter eine choreografische Meisterleistung ist, bedarf keiner Erklärung: höchste Sorgfalt im Detail, Bestandsaufnahme der Belle Epoque, traumhafte Kameraführung. 'Groß' ist der Film da, wo nicht gesprochen wird, wo sich alles durch Bilder, Blicke und die Musik ausdrückt.

"Das wirkliche Thema der Geschichte ist die Suche des Künstlers nach Vollendung und die Unmöglichkeit, je Vollendung zu finden; in dem Augenblick, in dem der Künstler zur Vollendung findet, erlischt er." (Luchino Visconti)


Der Tod in Venedig
Morte a Venezia
ItalienGroßbritannien, 1971
Spielfilm, 130 Minuten, Farbe

Regie: Luchino Visconti
Drehbuch: Luchino Visconti, Nicola Badalucco, nach der gleichnamigen Novelle (1912) von Thomas Mann
Kamera: Pasquale de Santis
Musik: Gustav Mahler (3. und 5. Symphonie)
Besetzung: Dirk Bogarde, Silvana Mangano, Björn Andresen, Romolo Valli, Mark Burns
Produktion: Alf Cinematografica, Rom

BJF-Empfehlung: ab 16 Jahren
FSK: ab 12 freigegeben, FBW: "besonders wertvoll"

Pressezitate:
"Die 1913 entstandene Novelle von Thomas Mann wurde von Visconti für die Leinwand nicht einfach adaptiert, sondern neu geschaffen. Bei ihm wird der Schriftsteller von Aschenbach zum Komponisten, der die Züge von Gustav Mahler trägt. In erlesenen Bildern, begleitet von der elegischen Musik von Mahler, erzählt Visconti einmal mehr eine bewegende Geschichte von Liebe, Kunst und Tod. 1971 wurde Visconti für TOD IN VENEDIG sowie für sein gesamtes Schaffen als Regisseur mit dem Sonderpreis der Filmfestspiele von Cannes ausgezeichnet." 
(ZDF-Information)

"Eine zwar nicht bruchlose, in der Beschwörung der Atmosphäre aber großartige Verfilmung von Thomas Manns 1912 erschienener Novelle." 
(Lexikon des Internationalen Films)